Dr. Christian Weilmeier
Mit dem Tun kommt die Kraft!Burnout in Unternehmen: Manchmal wären Generäle die besseren Manager
Burnout nimmt immer mehr zu, so heißt es. Vielleicht ist es aber so, dass wir einfach aufmerksamer geworden sind. Dazu gibt es dann noch den Expertenstreit, ob Burnout eine Depression ist oder ein neues Krankheitsbild. Wie dem auch sei, ich finde etwas anderes viel erstaunlicher. Ein General, der seine Armee im Krieg führt, legt großen Wert darauf, dass die Moral der Truppe stimmt. Er sorgt für ordentliches Essen, motiviert seine Soldaten, setzt ihnen Ziele und etabliert eine klare Befehlsstruktur. Nicht mal dieses Minimum findet sich in vielen Unternehmen. Die Mitarbeiter sollen nur funktionieren, aber man tut wenig für ihre Moral und Motivation. Zudem irritiert man sie durch unklare Hierarchien, verwirrende Arbeitsstrukturen und nicht klar definierte Ziele. Ein Unternehmen ist keine Armee und die Mitarbeiter sind keine Soldaten und Befehlsempfänger. Meine Frage ist aber, warum viele Unternehmen nicht einmal dieses Minimum erfüllen. Die Arbeitsleistung und Gesundheit der Mitarbeiter ist keine Selbstverständlichkeit. Wer teure Arbeitsausfälle, Ärger und Mobbing verhindern will, der muss als Chef und Manager jetzt Verantwortung übernehmen.
Sind Dehnübungen und Stretching unnütz oder gar schädlich?
Nach neuesten Erkenntnissen passen Dehnübungen (“Stretching”) und Krafttraining offenbar nicht zusammen. Vorher entspannt es den Muskel und erhöht die Verletzungsgefahr, nach dem Training würden die Mikroverletzungen der Muskulatur nur verstärkt.
Mehr dazu unter
http://www.welt.de/gesundheit/article106231471/Die-Maer-von-den-schuetzenden-Dehnuebungen.html
Dr. Weilmeier spricht zum Thema: Arbeit richtig organisieren, Burnout vermeiden!
Mittwoch, 25. April 2012, bei Vivekazentrum Landshut (Freyung 615), 19-21 Uhr
Vortrag von Dr. Christian Weilmeier, Unternehmens- und Organisationsberater, Vorsitzender des Burnout-Kompetenznetz e.V.
„Arbeit richtig organisieren – Burnout vermeiden!“
Immer mehr Arbeitnehmer sind von Burnout betroffen oder stehen kurz davor. Die Zahl der Arbeitsausfälle explodiert, jährlich entsteht ein Produktionsausfall von rund 40 Mrd. Euro. Um etwas zu ändern, muss man sich auch mit den Umständen beschäftigen, unter denen die Menschen arbeiten. Man nennt dies Setting-Ansatz. Dies ist der neue Leitstern der Prävention. Im Vortrag geht es darum, wie man konkret die Arbeit besser organisieren kann, um Burnout zu vermeiden. Organisation ist die wichtigste erste Stellschraube, zum sich all die Schwierigkeiten, Probleme und Kosten zu ersparen, die Burnout im Unternehmen mit sich bringt.
Teilnahme ist kostenfrei
Bitte anmelden unter info@weilmeier.de
Pragmatische Lösungen finden: Burnout Kompetenznetz gegründet
Interview mit mir in der Landshuter Zeitung zum Thema Burnout und “Karriere als Lebensziel?”.
Die Landshuter Zeitung berichtet heute auf einer ganzen Seite unter dem Titel “Pragmatische Lösungen finden” über unseren neu gegründeten Verein Burnout-Kompetenznetz e.V. und die Startveranstaltung letzten Donnerstag im Klinikum Landshut. Die Startveranstaltung war toll, so viele Menschen aus den verschiedensten Bereichen und eine super Stimmung. Man glaubt gar nicht, dass es um Burnout ging.
Der Verein Burnout-Kompetenznetz ist Anlaufstelle für Betroffene und Unternehmen. Mehr auf der Homepage www.burnout-kompetenznetz.de
Kontakt:
Dr. Christian Weilmeier
Vorsitzender
Füttererstraße 4
84032 Landshut
E-Mail: info@burnout-kompetenznetz.de
Tel. 0871 – 965 99 778
Link zum Interview:
http://www.idowa.de/landshuter-zeitung/container/container/con/992950.html
Ist Olivenöl ein Allheilmittel?
Jeder kennt die Wundergeschichten, die über das Olivenöl erzählt werden: Schutz gegen Krebs, das Alter, Herzinfarkt, Sonnenbrand, Kopfschmerzen usw. Ist das alles wahr? Ist Olivenöl eine Art Wundermittel? Sicher nicht. Tatsache ist, dass Olivenöl seit Jahrtausenden als Mittel gegen allerlei Beschwerden verwendet wird. Im Mittelmeerraum nutzt man es noch heute z.B. äußerlich zur Pflege der Haut oder bei Muskelbeschwerden. In der Antike wurde, u.a. von Demokrit und Plinius, Olivenöl nur zu äußerlichen Anwendung empfohlen. Genauso von Hildegard von Bingen.
Olivenöl ist sicher in einer gewissen Form gesund. Man denke aber auch an das einheimische Leinöl. Im Grunde muss der Schwerpunkt auf einer gesunden Ernährung liegen. Abwechslung ist auch beim Öl gefragt. Man kann nicht ungesunde Lebensgewohnheiten durch das Schlucken von Olivenöl ausgleichen oder sich in der Sonne grillen, nur weil man sich mit diesem Öl eingerieben hat.
Zu Bedenken ist auch, dass die Produktion von Olivenöl von der EU stark gefördert wird und es deshalb starke Lobbyverbände gibt, die nur Gutes über das Olivenöl erzählen. Hier ist der Einsatz des gesunden Menschenverstandes gefragt. Wundermittel gibt es nicht.
Radiointerview mit mir
Heute morgen gabs ein Interview mit mir im Brandenburger Hitradio SKW zum Thema gute Vorsätze im neuen Jahr. Dabei habe ich den inneren Schweinehund als das eigentliche Ich des Menschen definiert. Witzige Inspiration im Schwung der Rede.
Mehr Stress im Leben?
60 Prozent der Deutschen finden ihr Leben anstrengender als früher. 40 Prozent meinen, es werde nur mehr darüber geredet. Also ich finde mein Leben viel leicher als früher, viel weniger anstrengend. Ehrlich gesagt, bin ich heilfroh, dass sich der Takt der Veränderung in Deutschland beschleunigt hat. Kurioses Detail der Umfrage: 48 Prozent wollen später mehr für ihre Gesundheit und Fitness tun. Lieber später als früher ist offenbar das Motto.
Quelle:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13660903/Die-Deutschen-klagen-ueber-die-Pop-up-Gesellschaft.html
Burnout – Was ist das eigentlich?
Laut “Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme” (ICD-10, WHO-Version 2011) fällt Burnout unter den Oberbegriff “Ausgebranntsein” und bedeutet den “Zustand totaler Erschöpfung” (Kode Z73.0). Quelle: http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/htmlamtl2011/block-z70-z76.htm
Dies ist offenbar eine sehr allgemeine Definition und sie scheint mir durchaus gerechtfertigt. Manche definieren Burnout viel enger, z.B. auf die Arbeitswelt bezogen, dies ist aber meines Erachtens der Sache nicht angemessen. Der Begriff “Burnout” erlebt zurzeit eine ähnliche Karriere wie der Begriff “Stress” vor einigen Jahrzehnten. Alle Schichten der Gesellschaft und die verschiedensten Berufsgruppen fühlen sich von diesem Phänomen betroffen. Noch ist sich die Wissenschaft nicht einig, was Burnout eigentlich ist, aber der Leidensdruck ist da.
Vielleicht liegt es an der zunehmenden Unübersichtlichkeit der modernen Gesellschaft, an der Vielfalt der Aufgaben, an dem zunehmenden Druck in der Arbeitswelt oder auch an den weniger stabilen sozialen Beziehungen. Viele treten jetzt auf und verkünden vorschnell Lösungen für das Problem Burnout. Dabei geht es meist um eine individuelle Herangehensweise. Wichtig ist aber auch, das soziale Umfeld des “Burnout-Opfers” zu erfassen. Brüchige Partnerschaften, wenige Freunde, wenig Halt im Privaten ist ein Faktor der Burnout befördert. Notwendig ist eine ganzheitliche Herangehensweise und nicht nur die Suche nach Ursachen im Individuum selbst.
Motivation trotz Stress und Mobbing – Aufbau von innerer und äußerer Stärke
Wir können uns die Welt in der wir leben nicht aussuchen. Die Menschen, die uns umgeben haben ihre Fehler, es gibt Egoismus, Kämpfe, Intrigen. Manche sagen, das sei einfach die Natur des Menschen. Auf diese philosophische Debatte kann ich hier nicht eingehen. Im Grunde ist es für das praktische Leben ohnehin wenig relevant, da der Einzelne es nicht ändern kann. Es macht zudem wenig Sinn ein sogenanntes “positives Denken” bei sich zu etablieren. Man solle die guten Seiten der Menschen sehen, es gibt nicht nur Schlechtes auf der Welt, man soll die Augen für das Schöne öffnen usw. Das sind ebenfalls nur wohlfeile Ratschlage, wenn die Krise da ist.
Wie läuft es denn eigentlich ab, z.B. am Arbeitsplatz, wenn ich unter Druck gerate. Da hilft es wenig, das Positive zu sehen, denn gerade in der Krisensituation verengt sich der Blick und man ist nicht mehr in der Lage “objektiv” und umfassend die Situation zu erfassen. Die Emotionen kochen hoch. Jetzt rational ständig gegenzusteuern, setzt einen noch mehr unter Druck und zerstört mit der Zeit das gesunde Bauchgefühl und das unmittelbare Gespür für die Welt.
Besser ist es, sich in guten Zeiten auf solche Situationen vorzubereiten. Man muss immer damit rechnen, plötzlich unter Druck gesetzt zu werden. Daher ist es notwendig innere und äußere Stärke aufzubauen.
Innere Stärke entsteht, indem man sich darüber informiert, welche Gegenstrategien es im Falle des Falles gibt. Man kann dazu auch Seminare besuchen oder an einen Coaching teilnehmen. Zum Ausbau der inneren Stärke gehören effiziente Techniken der Selbststeuerung, wie z.B. Stärkung der körperlichen Widerstandskraft durch Sport, Sauna und Bewegung an der frischen Luft. Der Körper spielt eine große Rolle und wird doch in diesem Rahmen oft unterschätzt. Danach setzt man gezielte mentale Interventionen ein, die starke und dynamische innere Bilder erzeugen. Diese schaffen ein Kraftzentrum, auf das man später zurückgreifen kann.
Äußere Stärke entsteht, in dem man sich einen guten Freundeskreis aufbaut und eine stabile Partnerschaft lebt. Hier entsteht ein Umfeld, das einem in der Krise beisteht und die Zuwendung schenkt, die man gerade dann braucht. Viele sind im Beruf so eingespannt, dass sie das schleifen lassen. Mit Mühe wendet man noch Zeit für seine Familie auf, dann aber bröckelt es schon. Solche isolierte Existenzen sind ein leichtes Opfer. Auf der einen Seite, weil ihnen die Unterstützung eines wohlwollenden Umfeldes fehlt, auf der anderen Seite, weil die Mobber und Stresser am Arbeitsplatz sehr genau mitkriegen, wen sie vor sich haben. Ein innerlich starker und körperlich abgehärteter Mensch mit einem stabilen sozialen Umfeld und einer guten Partnerschaft wird überhaupt kein Mobbing-Opfer. Auch auf der Straße wird üblicherweise nicht der 2 Meter große Athlet überfallen, sondern der kleine und schwächliche.
In guten Zeiten stets im Herzen zu behalten, dass die Welt ein gefährlicher Ort ist, hilft einem, die gefährlichen Situationen zu überstehen oder sie überhaupt nicht erleben zu müssen. Der Größenwahn des modernen Individuums liegt gerade darin, das zu leugnen und sich als Einzelner der Welt stellen zu wollen. Wagen wir mehr Gemeinsamkeit in der Familie und unter Freunden, das macht das Leben nicht nur leichter, sondern auch wesentlich schöner.
Zuerst veröffentlicht auf The Intelligence:
Mr. Negativ kontern
Alle kennen ihn, den innneren Schweinehund. Ich nenne ihn mal Mr. Negativ. Egal, was wir anpacken wollen, er hat was daran auszusetzen: es ist zu mühsam, es ist zu schwierig, die Wahrscheinlichkeit es zu schaffen ist ohnehin nur gering, der und der aus dem Freundeskreis hat es auch nicht geschafft, gerade jetzt ist dafür nicht der richtige Zeitpunkt, man müsste noch mehr Erfahrung haben, mehr Geld oder noch diese oder jene Prüfung. Die Liste ließe sich noch weit und weiter fortsetzen.
Wie kommt man Mr. Negativ bei? Drei Mittel sind empfehlenswert: den Gedanken zurückweisen, einen Gegenangriff führen, ein Mantra wiederholen.
Den Gedanken zurückzuweisen hört sich leichter an, als es ist. Negative Gedanken tauchen plötzlich auf. Hier heißt es ruhig bleiben und gelassen reagieren, ignorieren und ganz bewusst Nein sagen, den Willen wieder auf das Positive ausrichten. Als zweite Methode kann man einen Gegenangriff führen, das heíßt, man setzt jedem negativen Gedanken einen positiven Gedanken entgegen, z.B. Du wirst durch die Prüfung fallen – Nein, ich habe das im Griff, Du wirst dich blamieren – Unwahrscheinlich und selbst wenn, dann werde ich damit fertig, Du wirst beim Abnehmen scheitern – Nein, weil ich bisher in meinem Leben schon eine Menge erreicht habe. Ein Mantra zu wiederholen ist auch eine gute Methode z.B. ich beherrsche die Situation, ich fühle mich wohl, wenn ich weniger esse, ich bin mutig, ich bin glücklich… Kaum zu glauben, dass so einfache Dinge wirken können. Entscheidend ist die häufige Wiederholung und Übung, das ist der Schlüssel zum Erfolg.